morgenweb.de : „Ein Traum wird verwirklicht“

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Erzpriester Georgios Basioudis hat sich diesen Tag lange herbeigesehnt: Mit dem Spatenstich rückte der Traum eines Gemeindehauses nun greifbar nahe. Mit einem Festakt nach dem Ende des Gottesdienstes begann für die griechisch-orthodoxe Gemeinde der große Tag. Neben kirchlichen Würdenträgern, Architekt Markus Kaltenborn und Dr. Stefan Fulst-Blei war auch Stadträtin Andrea Safferling gekommen, die als Vertreterin des Oberbürgermeisters die Grüße des Gemeinderates überbrachte.

„Aus Freude am Leben“

„Ihre Maxime heißt: Aus Freude am Leben. Mit dem heutigen Spatenstich wünsche ich Ihnen allen, dass der Pfarrsaal möglichst bald eingeweiht werden kann“, sagte Andrea Safferling in ihrer Ansprache beim Festakt. Zuvor hatte Pfarrer Basioudis sein Dankeschön an alle gerichtet, die gekommen waren: „Wir sind so weit. Ein großer Traum aller Gemeindemitglieder wird langsam verwirklicht.“ Sehr emotional – zuversichtlich und glücklich – sprach Basioudis zu den Gemeindemitgliedern und Gästen.

KIRCHENGEMEINDE KREUZERHÖHUNG

In dem Saal des Neubaus soll es Gemeindefeste, ein Café nach den Gottesdiensten, Vorträge, Begegnungen, gemeinschaftliche und private Feiern geben. Eine Bühne, Funktionsräume wie Garderobe, Küche, Lager und Toiletten und ein Garten sind ebenfalls vorgesehen.

Die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde „Kreuzerhöhung zu Mannheim“ ist eine Zweigstelle der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland mit Sitz in Bonn. Diese ist Körperschaft des öffentlichen Rechts in Baden-Württemberg, und es gibt sie in fast allen Bundesländern.

Das Gemeindeleben wird ausschließlich aus Spenden finanziert. So auch der Neubau. Gespendet werden kann auf folgendes Konto: Volksbank Sandhofen, IBAN: DE 33670600310029483906, BIC: GENODE61MA3, Kontoinhaber: GOMvD Kirchengemeinde Kreuzerhöhung Mannheim. eng

Nach den Entwürfen des Architekten Markus Kaltenborn soll der 300 Quadratmeter große Saal Platz für insgesamt 190 Gäste bieten. Eingeplant sei auch eine eingerichtete Küche sowie eine 25 Quadratmeter große Bühne. Das barrierefreie Gebäude werde keinen Ausgang zur Straßenseite haben, erklärte Basioudis. Stattdessen könne es nur durch die Kirche, den Innenhof oder den Kirchengarten betreten werden. Der Gemeindesaal, der angemietet werden könne, soll auch das soziale Leben in Kooperation mit der evangelischen Gemeinde Waldhof- Luzenberg aufwerten.

Eine besondere Idee hatte die Kirchenälteste Waltraud Esser: Sie hatte nicht nur Grüße, sondern auch einen Kuchen im Gepäck – gebacken als die gerade vorhandene Baustelle. Zusammen mit Waltraud Esser nahmen Pfarrer Klaus Gutwein sowie dessen Kollegen Gisela und Johannes Höflinger an dem Festakt teil. Esser wünschte der Gemeinde, dass das Haus eine friedliche Begegnungsstätte werde.

Bei aller Euphorie, die spürbar den Tag begleitete, erinnerte Basioudis jedoch auch an die Kosten des Projektes: Von den 300 000 Euro habe die Gemeinde bislang rund 100 000 Euro angespart. Es seien weiter Spenden nötig, um das Vorhaben zu verwirklichen, denn alleine und ohne finanzielle Hilfe könne der Bau nicht realisiert werden.

Dank an alle Spender

Erzpriester Basioudis ließ schon beim Festakt kleine Spendenkörbe herumgehen: „Die in die Körbchen geworfenen Kleinbeträge geben zwar am Ende sicher ein Großes.“ Doch werde es leider nicht ausreichen, den Traum des Priesters und seiner Gemeinde Wirklichkeit werden zu lassen. Basioudis dankte jedoch allen, die mit ihrer Spende dazu beitragen, dass das Gemeindehaus zumindest bald im Rohbau zu bestaunen ist.

Nach dem Ende des Festaktes feierten die Menschen tanzend und in bester Laune auf dem Vorplatz zur Kreuzerhöhungskirche gemeinsam noch lange weiter.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 25.09.2015

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